Ärztinnen/Ärzte

Die Deutsche Gesellschaft für Zytologie hat erstmals 1968 Leitlinien für die Befundung zytologischer Präparate erarbeitet. Sie dienten als Grundlage für die Ausstellung von Befähigungsnachweisen für die Ausübung der gynäkologischen Zytodiagnostik. Im Jahre 1974 wurde eine praktische Mikroskopierprüfung an Hand von 20 ausgewählten Präparaten eingeführt. Diese freiwillige Prüfung ist seit 1974 von über 300 Ärzten abgelegt worden. Die Leitlinien hierzu sind über die Jahre vom Vorstand der Gesellschaft mehrfach und umfangreich überarbeitet worden.

Im Jahr 1993 hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das Konzept der praktischen Prüfung übernommen und als Voraussetzung für die Zulassung zur Tätigkeit in der gynäkologischen Zytologie eingeführt. Mit der Neufassung der Qualitätssicherungsmaßnahmen durch die KBV vom 1. Oktober 2007 wurden die Eingangsqualifikationen und der Modus der Präparateprüfung überarbeitet und weiterentwickelt (http://www.kbv.de/media/sp/Zervix_Zytologie_ab_01.01.2015.pdf).

Das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für gynäkologische Zytologie ist mit der KV-Prüfung deckungsgleich, was Voraussetzungen und Durchführung der Prüfung betrifft. Es wird daher von den Länder-KVen als gleichwertig anerkannt (§ 13 (4) der KBV Vereinbarung).

Antragsformular


Voraussetzungen

Folgende Bedingungen müssen für die Zulassung zur praktischen Prüfung nachgewiesen werden:

  1. Berechtigung zum Führen der Gebietsbezeichnung„Pathologie“ oder„Frauenheilkunde“.
  2. Halbjährige ganztägige oder zweijährige berufsbegleitende Tätigkeit in einem zytologischen Ausbildungslabor mit der persönlichen Beurteilung von mindestens 5.000 Fällen der gynäkologischen Exfoliativzytologie.
  3. Das zytologische Ausbildungslabor muss die folgenden Bedingungen erfüllen:

Die Einrichtung muss jährlich mindestens 12. 000 Fälle beurteilen. Wenn in der Einrichtung ein hoher Anteil histologisch abklärungsbedürftiger Fälle befundet wird (gynäkolog. Fachabteilungen, patholog. Institute, Dysplasie-sprechstunden ect.) müssen mindestens 6.000 Fälle untersucht werden.

Die Einrichtung muss eine Lehrsammlung von mindestens 200 Fällen vorhalten.

Präparate-Prüfung

Die präparatebezogene Prüfung besteht aus 20 Präparaten der gynäkologischen Zytologie, die am Mikroskop gemäß der Münchner Nomenklatur III zu befunden sind. Es stehen hierzu max. 4 Stunden Zeit zur Verfügung.
Die Präparate sind technisch einwandfrei, sie sind nach der Münchner Nomenklatur III befundet und enthalten keine unklaren Fälle (Gruppen II, III und IV b) sowie keine Präparate der Gruppe 0.
Der Anteil der positiven Präparate (Gruppe IIID1/2, IV a und V) muss zwischen 40 und 60 % aller Präparate betragen, wobei Präparate aus jeder der genannten Gruppen (IIID1/2, IV a, V) enthalten sein müssen. Die Prüfung ist bestanden,
1. wenn keine falsch negativen Befunde und nicht mehr als ein falsch positiver Befund erhoben wurden.
Als falsch-negativ gelten somit folgende Befundungen:
• Gruppe I anstelle der zutreffenden Gruppen IIID1/2, IVa oder V,
• Gruppe IIID1/2 anstelle der zutreffenden Gruppe V.
Als falsch-positive Befundungen gelten:
• Gruppen IIID1/2, IVa oder V anstelle der zutreffenden Gruppe I,
• Gruppe V anstelle der zutreffenden Gruppe IIID1/2.
und
2. wenn von der Gesamtzahl der positiven Präparate (Gruppen IIID1/2, IVa, oder V)
50 % oder mehr eindeutig der zutreffenden Gruppe zugeordnet wurden.

Bei Nicht-Bestehen kann die Prüfung zweimal im Abstand von mindestens drei Monaten, zwischen den Prüfungen, wiederholt werden.

Gebühren

Die Prüfungsgebühren betragen 150,00 EUR. Zahlung nur per Überweisung vor Antragstellung auf das Konto der DGZ: Hypo Vereinsbank München, IBAN: DE25700202706530153957 BIC: HYVEDEMMXXX. Bei Wiederholungsprüfungen fallen die Gebühren erneut an.

Antragstellung

Antragsformular

Den Antrag bitte online ausfüllen, ausdrucken, absenden und den einzureichenden Unterlagen 2. bis 4. beifügen.

Einzureichende Unterlagen:

  1. Antragsformular/tabellarischer Lebenslauf
  2. Facharztzeugnis bzw. Nachweis des Ausbildungstandes zum Facharzt
  3. Bestätigung durch den Arbeitgeber einer halbjährigen ganztägigen oder zweijährigen berufsbegleitenden Tätigkeit in einem zytologischen Ausbildungslabor.
  4. Passbild oder Fotokopie vom Personalausweis

Bitte schicken sie die Unterlagen an:

Deutschen Gesellschaft für Zytologie
Sekretariat
Breisacherstr. 115 a
79106 Freiburg